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Sveta Marina

Sv Marina ist eine malerische Küstenstadt an der Ostseite Istriens. Die kleine Halbinsel mit Olivenbäumen und die Kirche der Sv Marina münden in einer Bucht, an deren Fusse sich eine Siedlung mit fruchtbaren Tälern befindet. Die ältesten Hinweise zur Besiedlung von Sv. Marina befinden sich in der unmittelbaren Umgebung, wo es mehrere zerstörte Festungen, sowie zahlreiche Steinbauten aus der Bronzezeit gibt.

Die geeignete strategische Lage, das milde Klima und das fruchtbare Land, legten den Grundstein zur Ansiedlung zahlreicher römischer Familien im ersten und zweiten Jahrhundert. Ein römisches Gebäude wurde einst an der Stelle der heutigen Kirche von Sv. Marina errichtet. An dieser Stelle wurde nämlich die villa rustica gebaut, deren Überreste am Anfang vom 20. Jahrhundert noch sichtbar waren.

Über die spätantike und frühmittelalterliche Zeit berichten ein paar der spätrömischen Glassplitter die in der Nähe der Kirche von St. Marina gefunden worden sind. Auch ein Fragment eines Fensters (Steingitter), der ein Teil der alten Kirche war zeugt von dieser Zeit.

Die Kirche Sv. Marina wurde in 12./13. Jahrhundert weiter erbaut. Die Existenz der Kirche spricht von einem mittelalterlichen Dorf, deren Spuren noch nicht exakt lokalisiert worden sind. In der Nähe der Kirche war, nach lokaler Tradition, einst ein Frauenkloster. Es wird davon ausgegangen, dass der Ort in der venezianischen Zeit noch nicht bewohnt wurde, da keine Spuren darauf hinweisen. Allerdings gab es damals schon eine Anlegestelle für Schiffe. Marina erlebte ihr Wachstum im frühen 19. Jahrhundert, als die ganze labiner Region durch den Bergbau intensiv entwickelt worden ist. In Marina wurden dann größere und modernere Häuser gebaut, und die Bevölkerung fokussierte sich zunehmend auf Handel und Schifffahrt.

Im frühen 20. Jahrhundert erhielt der Ort Sv. Marina einen Laden, eine Pension und eine kleine Wache der Finanzpolizei, die zu dieser Zeit den Schmuggel auf See bekämpfen sollte.

Im Zeitraum von 1905 bis 1919 wurden in Marina Schulen in der kroatischen Sprache betrieben, die von der Gemeinde Sv. Ćirila i Metoda geleitet worden sind. Nach dem Krieg fing der Ort an langsam an Bevölkerung zu verlieren, da die Ansässigen in größere Städte zogen oder gar auswanderten. Die Schule wurde geschlossen und die Segelboote wurden verstaatlicht. Marina erlebte in den frühen 80er Jahren einen neuen Aufschwung, als der Ort sich zunehmend auf Tourismus spezialisierte. 1981 Wurde in Marina ein Autocamp mit einer Kapazität für 400 Personen eröffnet. Dieser hat heute die Kapazität von 1.000 Personen. Heute ist Marina ausschließlich dem Tourismus gewidmet. Neben dem erwähnten Autocamp vermietet die einheimische Bevölkerung Ferienwohnungen, oder arbeitet in der lokalen Gastronomie. Innerhalb des Autocamps befinden sich mehrere Tauchzentren.

 

Kirche Sv. Marina

Die Kirche Sv. Marina befindet sich im südlichen Teil der Halbinsel. Das älteste Bauelement des Kirchengebäudes hat B. Fučić in der Mitte des. 20. Jahrhunderts in einer der nahe gelegenen Lokalitäten gefunden. Durch die Grabungen hat man ein Fragment eines mittelalterlichen Fenstergitters gefunden, der auf das frühe Mittelalter deutet. Leider, ist es  zurzeit das einzige Teil aus der frühesten Phase des Baus der Kirche. Was mit Sicherheit festgestellt werden konnte ist, dass die zweite Phase der Bauarbeiten an der Kirche vom 12./13. Jahrhundert ausgeht, da die Kirche im romanischen Stil mit eingeschrieben Apsis erbaut wurde. Durch die  Adaptierung der Kirche zwischen dem 1925 und 1926 Jahrhundert wurde die Apsis demontiert. Der ursprüngliche Fußboden welcher aus großen rechteckigen Steinblöcken gebaut war, wurde mit Beton überdeckt. Dadurch wurde die Kirche unwiederbringlich zerstört. Die Möbel im Inneren der Kirche sind mittlerweile neu neu. Das Altarbild aus dem frühen 18. Jahrhundert stand einst in der Kirche, wird aber heute in der sakralen Sammlung in Pićan aufbewahrt.