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Das Dorf Skitaca befindet sich etwa 15 km südlich von Labin. Es wurde auf einer der höchsten Erhebungen von Labin erbaut. Einst war Skitača sogar eine der größten Siedlungen von Labin. Im Jahre 1632 war Skitača ebenfalls eines der kirchlichen Zentren von Labin.

In der Nähe von Skitača sind zahlreiche archäologische Überreste aus der Bronzezeit dokumentiert (Ruine Cuf, Brdo, Bobrine und Höhle Trdačina).  Im 16. Jahrhundert wurde das Gebiet Skitača von der Vlach Bevölkerung bewohnt („Istrorumunji“). Dies wurde mithilfe von schriftlichen Quellen und der Forschung des rumänischen Historikers und Reiseschriftstellers Iona Maiorescu belegt. Dieser hatte das Dorf Skitača Mitte des 19. Jahrhunderts besucht und eine ausführliche Beschreibung von dem Dorf und der Vlach Bevölkerung erstellt. Die Bevölkerung befasste sich traditionell hauptsächlich mit Viehzucht und was eher unüblich erscheint weniger mit Landwirtschaft und Seefahrt.

In Zentrum des Dorfes liegt die Kirche Sv. Lucija, das Bürogebäude der Pfarrei und eine Schule die in eine Berghütte des Wandervereins umgebaut worden ist.

Die Kirche Sv. Lucija wurde im frühen 17. Jahrhundert gebaut. Seit 1924. nimmt die Kirche die heutige Gestalt an. Der Turmbau bleibt bis zum heutigen Tag unvollendet. Es ist eine barocke Kirche mit einer eingeschrieben Apsis. Ein zentraler Marmoraltar wurde Sv. Lucija gewidmet, während zwei hölzerne Seitenaltäre Sv. Antonius von Padua und der seligen Jungfrau Maria gewidmet sind.

Dank dem Bergsteigerverein „Skitaci“ und dem Umbau der ehemaligen Schule zur Berghütte im vergangenen Jahrzehnt, begann Skitača wieder zum Leben zu erwecken.

Etwa 15 Gehminuten nahe Skitača, befindet sich der Gipfel Brdo. Am Fuße des Berges im Norden liegt die Quelle von der Schutzpatronin von Skitača Sv. Lucija im Kalkstein. Das ist eine natürliche Öffnung, welche mit Wasser gefüllt ist, und der Legende nach nie austrocknet.

Mit Sv. Lucija sind zwei Legenden gebunden. Eine Legende besagt, dass St. Lucia über die ganze Welt ging und bis sie zum Rande des Dorfes Skitača kam. Müde setzte sie sich auf einem Felsen, wo sie einschlief. Als Sie am nächsten Morgen aufwachte, sah sie neben ihr eine entstandene Wasserquelle, in welcher sie sich dann Ihre Augen wusch. Seitdem ist diese Quelle noch nie ausgetrocknet, während die Gläubigen und Sehbehinderten glauben, dass das Wasser aus der Quelle ihre Augen heilt.

Eine andere Legende besagt das St. Lucia über die ganze Welt ging und am Ende auf dem Gipfel Brdo an kam. Und als sie dann den atemberaubendem Blick auf die Kvarner Bucht sah,  fing sie an zu weinen. Als die Tränen von ihrem Gesicht auf die Felsen fielen entstand an dieser Stelle die Quelle.